Die Interozeption wird bei der med. Progressiven Muskel Entspannung (med. PME) durch das systematische und wechselwirkende An- und Entspannen der verschiedenen Muskelgruppen gefördert. Durch die Wahrnehmung von ganz subtilen Unterschieden zwischen der angespannten und entspannten Muskulatur kann sich die Interozeption etablieren und dabei das Gefühl von Entspannung ausdehnen. Zu Beginn der Übung ist es für den Übenden oft nötig, die Anspannung etwas stärker, jedoch immer ohne Schmerz, auszuführen, damit die Unterschiede klar wahrgenommen werden können.

Mit fortschreitender Übungspraxis gelingt dies jedoch immer besser bis zum Punkt, bei welchem durch das alleinige Hineinspüren bereits eine Entspannung induziert werden kann. Als Beispiel dient hier das „Go-Negativ“ Vorgehen der PME. Dabei werden die Muskeln zunächst zu 100% angespannt und wieder losgelassen, dann zu 50%, dann zu 25% und schlussendlich wird das wechselseitige An- und Entspannen nur noch gedanklich ausgeführt. Das heisst es wird nicht mehr willentlich eine Anspannung ausgeübt, sondern nur durch das Beabsichtigen eines gedanklichen Loslassens die Körperempfindung der Entspannung wahrgenommen. Somit wird auch bei der med. PME die Interozeption zum Entspannungsschlüssel.

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