Mit Achtsamkeit wird auch immer der Begriff der Akzeptanz verwendet, daher wird dieser Begriff hier kurz erklärt. Akzeptanz kommt aus dem lateinischen „accipere“ was für gutheißen, annehmen, billigen steht. Psychologisch gesehen beinhaltet Akzeptanz die Bereitschaft zu einer offenen Haltung, die annimmt, was sich momentan im Leben präsentiert. Dabei werden angenehme wie auch unangenehme Gefühle oder Emotionen wahrgenommen und akzeptiert ohne jegliche Bewertung und ohne dabei eine Ablehnung zu erleben. Das Ziel der Akzeptanz ist es, Dinge so anzunehmen, wie sie im gegenwärtigen Augenblick, wenn wir ihrer gewahr werden, sind. (vgl. Germer 2009, S. 21). Es handelt sich sinngemäss um eine Haltung die annimmt, was angeboten wird.

Es geht jedoch nicht darum, alle Dinge um sich herum zu ertragen oder gar passiv-resignativ über sich ergehen zu lassen. Es geht vielmehr um die bewusste Entscheidung, die Erfahrung im jetzigen Moment mit einer gewissen Distanz, so wie sie ist, anzunehmen. Dies verdeutlicht auch die Freiwilligkeit, auf welcher die Akzeptanz beruht. Akzeptanz beinhaltet eine aktive Komponente im Gegensatz zur Toleranz die eher eine passive Komponente verkörpert. Mit dem Akt der Akzeptanz und des Annehmens nehmen wir unseren geistigen Inhalten die Macht und werden damit freier in unserem Leben. (vgl. Heidenreich 2006, S. 236)

 

Germer, C. Siegel, R./Fulton, P.(Hrsg.) (2009)Achtsamkeit in der Psychotherapie. Freiamt: Arbor

Heidenreich, T., Michalak, J., & Junghanns-Royack, K. (2006)Achtsamkeit und Akzeptanz als Prinzipien in der Psychotherapie. PiD-Psychotherapie im Dialog, 7(03), 235-239

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