EFT Klopftechnik: PEP® Wirkhypothesen

Wirkhypothese – Neurobiologische Reorganisation neuronaler Netzwerke

Die neurobiologische Wirkhypnothese geht davon aus, dass durch die Aktivierung unterschiedlicher neuronaler Zentren (durch Klopfen, Augenbewegungen etc.) und die gleichzeitige Aktivierung störender Gefühle, eine Reorganisation neuronaler Netzwerke stattfindet. Grundlage dafür bildet die Neuroplastizität, also die Fähigkeit des Gehirns zum Umlernen. Damit scheint es möglich, störende Gedanken und Gefühle zu regulieren (vergl. Bohne 75ff). Auch die Hirnforschung bestätigt, dass die Amygdala, welche mit negativen Empfindungen wie zum Beispiel Angst, Trauer und Wut im Zusammenhang steht, offensichtlich durch Glücksgefühle zum Schweigen gebracht wird.

Wirkhypothese – Reziproke Hemmung

Die Wirkhypothese der reziproken Hemmung geht davon aus, dass die Kombination von Klopfen, Augenbewegungen, tiefen Atemzügen eine Entspannung bewirkt, die den zuvor aktivierten Stress günstig beeinflusst. Aus der Forschung ist bekannt, dass Entspannung und Stress nicht gleichzeitig erlebt werden können (reziproke Hemmung) (vergl. Bohne S. 79).

Wirkhypothese – Positive Kontroll- und Selbstwirksamkeitserfahrung

Eine weitere Wirkhypothese bezieht sich auf die positive Kontroll- und Selbstwirksamkeitserfahrung. Nach Grawe (vergl. 2004, s. 372 – 485) spielt für eine wirksame Psychotherapie die Vermittlung einer positiven Kontrollerfahrung und selbstwerterhöhenden Erfahrungen eine zentrale Rolle. Beim Arbeiten mit PEP® macht der Klient eine positive Selbsterfahrung, da er seine emotionale Belastung durch selbstbeklopfen lösen kann. Dies kann als ein Kompetenzzuwachs verstanden werden.

Wirkhypnothese – Beruhigung durch Selbstberührung

Eine weitere Wirkhypothese für das Klopfen nach PEP® ist die Beruhigung durch Selbstberührung. Scheinbar führt das Berühren, welches bei PEP® durch Klopfen der verschiedenen Punkte stattfindet, zu einer Beruhigung der Affekte. Dieser Umstand macht sich nach Studien schon der Fötus im Mutterleib zu Nutze. Grunwald weißt in seinem Buch „Homo Hapticus: Warum wir ohne Tastsinn nicht leben können“ nach, dass bereits das ungeborene Kind bei Stress sich selbst berührt und damit scheinbar den erlebten Stress zu absorbieren versucht. Es wird vermutet, dass durch die Selbststimulation körpereigene Substanzen ausgeschüttet werden, was zusammen mit der Selbstberührung eine physiologische und emotionale Beruhigung bewirkt (vergl. Grundwald S. 34ff).

Ein weiterer wichtiger Punkt den ich hier noch erwähnten möchte ist der Beziehungsaspekt. Denn wir heute in vielen Ansätzen bekannt, haben viele Schwierigkeiten die wir erleben ihren Ursprung in einer Beziehungsstörung. Dies macht auch Sinn, da ein großer Teil unseres erwachsenen Lebens sich auf die Beziehungserfahrung in unserer Kindheit und Jugend stütz. Dr. Michael Bohne der Entwickler von PEP® ist es gelungen, diesen Beziehungsaspekt in seine Klopfmethode zu integrieren. Weitere Informationen zu den Wirkhypnothesen finden Sie in dieser Leseprobe. Der Ansatz von Dr. Michael Bohne ist mir persönlich sehr sympathisch. Nicht nur aufgrund der nachvollziehbaren Erklärung der Wirkung. Sondern auch, da er in seiner Klopftechnik Humor und Leichtigkeit integriert. Den viele Therapeuten und Coaches schwingen sich oft vollkommen in das Problem des Klienten ein. Nicht das dies nicht gut wäre, aber es sollte auch immer einen Punkt geben, wo diese Schwere und Betroffenheit wieder verlassen werden kann. Ziel sollte es aus meiner Sicht immer sein den Klienten in seiner Selbstwirksamkeit zu unterstützen. Da bildet Humor und Leichtigkeit auch bei schweren Themen oft Hilfe zur Selbsthilfe. Habe ich Ihr Interesse an der EFT Methode resp. der Weiterentwicklung der Klopftechnik nach PEP® geweckt? Ich würde mich freuen, Sie einen Schritt bei der Auflösung Ihrer Ängste und Blockaden zu begleiten. Quelle: Bohne, M. (2016). Klopfen mit PEP: Prozess-und Embodimentfokussierte Psychologie in Therapie und Coaching. 2., aktualisierte und erweiterte Auflage, 2013. Carl Auer Verlag. Grawe, K. (2004). Neuropsychotherapie. Hogrefe Verlag. Grundwald M. (2017). Homo Hapticus: Warum wir ohne Tastsinn nicht leben können. Droemer HC

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